Die Pilotin Carolina Spahni , die Anschieberinnen Ariane Walser und Claudia Hediger berichten aus ihrem Trainingslager:

Um 6.30 Uhr stehen wir auf und frühstücken ausgiebig miteinander. Nach dem anstrengenden Frühstück hauen wir uns noch für ein paar Minuten aufs Ohr, um dann pünktlich um 9 Uhr am End der Welt mit der ersten Trainingseinheit zu beginnen. Am Morgen finden normalerweise die Schnelligkeitseinheiten (Sprint und Sprung) und die Techniktrainings, sowie das Anschieben mit dem „Wägeli“ .

Ersichtlich ist, dass das Anforderungsprofil an Bobathletinnen sehr schnellkraftorientiert ist. Am Mittag essen wir an der Sportschule und legen dann eine Pause bis  um 15 Uhr ein. In der zweiten Einheit trainieren wir vorwiegend im Kraftraum mit den Langhanteln (Kniebeugen, Umsetzen, Bankdrücken, Bankziehen, Nackenstossen, etc.).

Rumpfkraft ist bei uns in jedem Training integriert. Um 17.30 Uhr geht es in die Massage und anschliessend gibt es Abendessen. Caro als gelernte Bäckerin, ist auch eine ausgezeichnete Köchin. Als Bobfahrerinnen gehören wir wohl zu den einzihen Frauen, die so richtig futtern dürfen.

Wir freuen uns über jedes gewonnene kg Körpergewicht.

Natürlich nicht Fett sondern Muskelmasse. Wer aber Muskelaufbau betreibt, muss viel Proteine essen und das passt uns ganz gut.

Anforderungsprofil

Die Athletinnen müssen eine ausgezeichnete zyklische Schnelligkeit und Maximalkraft aufweisen. Die  meisten Athletinnen waren früher Sprinterinnen oder Werferinnen. Wirft man einen Blick auf die Sprintleistungen auf 30m, zeigte das Frauen- Olympiakader 2010 (Spahni war Starterin bei Hafner) eine Zeit von 4.15 sek.

Die Startzeit beim Bobstart korreliert stark mit der Schlusszeit, was bedeutet, dass schnelle Startzeiten und hohe Geschwindigkeiten am Ende des Startabschnittes Voraussetzung für eine gute Leistung sind. Jede Hundertselssekund, die in dieser Phase gewonnen wird, multipliziert sich bis zum 2.5fachen auf das Gesamtergebnis (Hübner, K., Feiemuth, R., Tschopp, M.)